Big Chop 2.0: Diesmal mache ich alles besser (+ Tipps zur Afrohaarpflege)

Mbote 👋🏾

Als ich für die Osterferien zu meinen Eltern fuhr, stand schon fest, dass ich einen Großteil meiner Haare  zurücklassen würde. Dementsprechend selbstsicher erteilte ich meinem Vater die Aufgabe mir den Haarschnitt zu verpassen. Eines Morgens funktionierte ich also unseren Balkon in ein Haarstudio um und wartete ungeduldig auf meinen Vater. Kurze Zeit später ging die Haarschneidemaschine an: *grrr grrr grrr*. Je größer der Busch auf dem Boden wurde, desto mehr wurde mir bewusst, dass es kein Zurück mehr gab. Es war vollbracht. Meiner Schwester zufolge galt ich nun als „Glatzkopf“.

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Sonne ft. neuer Haarschnitt = Harmonie

„Die kurzen Haare stehen dir super. Aber …“

Als ich mich selbst im Spiegel sah, war ich sehr erleichtert über den Anblick. Mein kleiner Eierkopf sah ziemlich süß aus; die Frisur  stand mir. Puuuh. Auch von Freunden und Bekannten erhielt ich einige Komplimente, wenn auch viele immer noch nicht verstehen „warum [ich meine] schönen Haare geschnitten [habe]“. Hier also meine Hauptgründe und passend dazu einige Pflegetipps.

1) Probleme mit Haarbruch

Meine Haare stagnierten seit Anfang 2017 bei einer Länge. Ich hatte zwar einen schnellen Haarwuchs, aber der Haarbruch war leider zu groß. Ungefähr wie in der Werbung für eine neue Haarpflegeserie beschrieben wird: „Ein Zentimeter vor, 2 zurück“.

Mein Tipp für dich:

Vermeide es deine Haare trocken zu kämmen. Ich hatte mehr oder weniger keine Wahl, da ich meine Haare unbedingt glatt tragen wollte. Wasser hätte leider das Gegenteil bewirkt.

haarbruch
Verzweiflung pur …

2) Ich bin einfach faul #lazynatural

Ich habe immer versucht Andere davon zu überzeugen, dass die Pflege von natürlich krausem Haar nicht wesentlich anstrengender ist als bei anderen Haartypen. Trotzdem muss ich gestehen, dass mir der Aufwand dann doch zu hoch wurde. Weshalb ich letzten Endes zur Haarschneidemaschine gegriffen habe.

Mein Tipp für weniger Aufwand:

Erstelle eine einfache Pflegeroutine mit wenig Elementen. Du brauchst eigentlich nur drei Schritte: Haarwäsche (Shampoo, Spülung und Maske), Haarpflege (LOC oder LCO), Haarstyling (Entwirren, Kämmen und Stylen). Dafür brauchst du je nach Haarlänge und -typ maximal 2 Stunden und das nur 1 mal pro Woche oder alle 2 Wochen.

3) Ich brauchte eine Veränderung

Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr schnell von einer Frisur gelangweilt werde. In meinen jungen 22 Jahren hatte ich gefühlt jede Frisur. Ob lang, kurz, glatt, lockig,  rot, blau oder lila. Bei mir gab es schon alles. Als schwarze Frau haben dabei Extensions einen großen Beitrag geleistet. Aber diesmal wollte ich was ganz anderes: Über einen längeren Zeitraum hinweg, nur mein Haar tragen.

Mein Tipp wenn du Veränderung brauchst:

Wenn du Bock hast dein Aussehen zu verändern, dann tu‘ es einfach. Ich kann für mich nur sagen, dass es die beste Entscheidung war. Ich bereue sogar, den Schritt nicht vorher gewagt zu haben.

Short hair don’t care

4) Big Chop 2.0 war lange fällig

Als ich 2013 wieder natural wurde, war ich ca. 1 Jahr in der Transitioningphase. Ich hatte bereits einen 10 cm langen Afro, aber leider noch keine Ahnung von der richtigen Pflege. In der Anfangszeit arbeitete ich grundsätzlich mit der Versuch-und-Irrtum-Methode. Ich sammelte einen Berg an Produkten an, auf die meine Haare nicht gut reagierten. Ich hatte das Gefühl nicht mit meinen Haaren gewachsen zu sein.  Diesmal mache ich alles besser und dokumentiere „jeden Schritt“ meiner Reise zum langen Haar.

Mein Tipp, wenn du noch „auf der Suche“ bist:

Damit du keine Produkte verschwendest, solltest du Probiergrößen bestellen. Kaufe nicht alles nach, was andere kaufen. Achte darauf, dass du einen ähnlichen Haartyp hast wie dein Haarpflege-Vorbild.

Sorry, für den langen Text und danke für’s Lesen.

Was war die außergewöhnlichste Frisur, die du selber hattest? Was ist dein Geheimtipp bei der (Afro-) Haarpflege? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Xoxo Hella 💖

 

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